Chart Of The Week 12

21.03.2017 - Matthias Lotzin Chart Of The Week 12

Selfies machen wir alle, echauffieren oder amüsieren uns aber darüber, wenn andere sich selbst knipsen. Warum tun die das überhaupt ständig? Unser Selfie-Infografik-Special klärt über die häufigsten Gründe für die Selbstporträts auf. Und verrät, wo am häufigsten auf den Auslöser gedrückt wird – und wie die Meinung zu Selfie-Sticks ist. Außerdem beantworten wir die Frage, was gefährlicher ist: Haie, Verkaufsautomaten, autoerotische Spielereien oder Selfies.

Wieso, weshalb, warum?

Mit Selfies wollen wir in erster Linie zeigen, was wir gerade so treiben – laut unserer ersten Infografik haben dies 49 Prozent der Mitte März für eine YouGov-Erhebung Befragten als wichtigsten Grund angegeben. Immerhin 13 Prozent knipsen und teilen demnach aus reiner Langeweile, elf Prozent wollen zeigen, was für ein tolles Leben sie führen – und neun Prozent möchten auf diese Weise demonstrieren, wie schön sie sind.

Infografik: Die häufigsten Gründe für Selfies | Statista

Wo, an welchem Ort?

Das Warum ist geklärt, bleibt das Wo: An erster Stelle werden Selfies zu Hause aufgenommen, 58 Prozent äußern sich in derselben Umfrage entsprechend. Auf Platz zwei rangiert Urlaub (52 Prozent), gefolgt von Ausflügen (43 Prozent). 16 Prozent der Umfrageteilnehmer geben zudem an, schon einmal bei der Arbeit ein Selfie gemacht zu haben.
Infografik: Jeder Sechste macht Selfies bei der Arbeit | Statista

Wie uncool ist das denn?

Selfies ja, aber bitte nicht von der Stange: Selfie-Sticks sind bei den Deutschen wenig beliebt. Laut einer weiteren Umfrage sagen 73 Prozent, dass sie die Stangen uncool finden. 68 Prozent geben sogar an, dass sie von den Gimmicks genervt sind. Dabei scheinen die Sticks gar nicht so oft zum Einsatz zu kommen. Nur acht Prozent der Umfrageteilnehmer machen damit öfter als einmal die Woche ein Selfie. 19 Prozent verwenden Selfie-Sticks gar nicht, 48 Prozent seltener als einmal im Monat.

Infografik: Die Mehrheit ist genervt von Selfie-Sticks | Statista

Gefahr im Verzug

Es wird Zeit für ein wenig Nervenkitzel: Unsere vierte Grafik listet exotische Todesursachen auf – und ja, auch hier spielen Selfies eine Rolle. Demnach sind im Jahr 2015 weltweit 625 Menschen durch erotische Selbststrangulierung ums Leben gekommen. Auf dem zweiten Platz im Ranking finden sich Flugzeugabstürze (513 Opfer). Mit weitem Abstand folgen Bienen- und Wespenstiche (58) und dann gleichauf Unfälle beim Skateboarden und beim Aufnehmen von Selfies (jeweils 28 Todesfälle). Damit sind Selbstaufnahmen deutlich gefährlicher als Expeditionen auf den Mount Everest (17 Opfer), Haiattacken (acht Tote) – und Verkaufsautomaten: Denen fielen 2015 lediglich zwei Menschen zum Opfer. Ob die beiden bei dem Versuch, an einem Fahrkartenautomaten das richtige Ticket zu lösen, vor Entkräftung starben, verrät die Grafik aber nicht.

Infografik: Selfies weit tödlicher als Haie | Statista