Chart Of The Week 16: So shoppt die Generation Z

20.04.2017 - Matthias Lotzin Chart Of The Week 16: So shoppt die Generation Z

Sie sind mit Social Media aufgewachsen, holen sich ihre Shopping-Inspirationen in den sozialen Netzwerken, stehen neuen Einkaufswegen aufgeschlossen gegenüber – sind aber nicht markentreu und kaufen am liebsten in einem Geschäft und nicht online ein. Das und mehr zeigt die Grafik der Woche zum Einkaufsverhalten der Generation Z.

Inspirationsquelle Social Media

Wie tickt die Generation Z beim Einkaufen? Die Unternehmensberatung Accenture hat dazu eine Infografik erstellt, die auf der Befragung von knapp 10.000 Internet-Usern in 13 Ländern basiert, darunter auch Deutschland. Laut Accenture entstammen die Teilnehmer zu gleichen Teilen der Generation Z (18 bis 20 Jahre, keine Befragung von Minderjährigen), den „young Millenials“ (21 bis 27) und „older Millenials“ (28 bis 37), um Vergleiche ziehen zu können.

Die wichtigsten Erkenntnisse: Unternehmen und Marken müssen in den sozialen Netzwerken präsent und technischen Innovationen gegenüber aufgeschlossen sein, wenn sie Konsumenten aus der Generation Z erreichen wollen. 44 Prozent der 18- bis 20-Jährigen holen sich Shopping-Inspirationen per Social Media, YouTube ist dabei Plattform Nummer eins. Zwei Drittel der Befragten dieser Altersklasse wünschen sich, direkt aus den sozialen Plattformen heraus ihre Einkäufe tätigen zu können.

Ebenso hat die Generation Z ein Faible für innovative Einkaufsmöglichkeiten. 73 Prozent interessieren sich für kuratierte Shoppingangebote im Segment Mode, wie sie in Deutschland beispielsweise Outfittery und Zalando anbieten. 71 Prozent finden automatische Nachkaufsysteme wie den Dash Button von Amazon spannend, immerhin 38 Prozent können sich Onlinebestellungen ausschließlich per Sprachassistent vorstellen.

Allerdings ist online nicht alles im Shopping-Leben der Generation Z: Das Ladengeschäft rangiert auch in der Gunst dieser Digital Natives an erster Stelle, 60 Prozent kaufen am liebsten im stationären Handel ein. Und 46 Prozent nehmen auch bei Onlineeinkäufen die anvisierten Produkte vorab noch einmal in einem Geschäft unter die Lupe. Unternehmen und Marken sind also gut beraten, ihre Präsenz im Einzelhandel nicht zu vernachlässigen.

Niedrige Markenbindung

Eine weitere Herausforderung, so die Untersuchung, ist die geringe Markenbindung der 18- bis 20-Jährigen. Lediglich 16 Prozent haben den einen Shop gefunden, in dem sie ihre Kleidung und weitere Modeartikel einkaufen. Bei Beauty-Produkten sieht es ganz ähnlich aus, nur 19 Prozent haben hier eine feste Anlaufstelle. Selbst bei Lebensmittelen zeigt sich die Generation Z demnach flatterhaft. Aber immerhin 38 Prozent geben an, Lebensmittel in der Regel in einem bestimmten Geschäft einzukaufen.

Machen Unternehmen und Marken ihre Hausaufgaben und erfüllen sie die Wunschvorstellungen der jungen Konsumenten, können sie von Impulskäufen profitieren: Gemäß der Befragung neigt die Generation Z zu Einkäufen, einfach um etwas zu kaufen. Die Ware will sie dann aber auch so schnell wie möglich in den Händen halten: 58 Prozent bekunden ihre Bereitschaft, für Lieferungen binnen einer Stunde mehr als fünf Dollar zusätzlich zu bezahlen.