Hirn-Gespenst: Facebook bläst zum Brain Storming

21.04.2017 - Matthias Lotzin Hirn-Gespenst: Facebook bläst zum Brain Storming

Horror-Vorstellung oder Super-Innovation? Facebook will an unsere Gehirne – und unsere Gedanken in Text verwandeln und auf das Smartphone oder den Computer beamen, ohne dass irgendeine Art von Eingabegerät nötig ist. Bis wir uns entschieden haben, wie wir das finden, haben wir immerhin noch ein paar Jahre Zeit: Das Projekt steht noch am Anfang.

Das hast du dir so gedacht

Das soziale Netzwerk hat das Forschungsprojekt auf seiner Entwicklerkonferenz F8 offiziell vorgestellt, auch im Newsroom des Unternehmens gibt es eine entsprechende Ankündigung. Demnach arbeitet Facebooks Forschungsabteilung Building 8 an einem System, das mithilfe von externen Sensoren die Gehirnaktivitäten analysieren und Gedanken in Text umwandeln kann.

Ziel sei es, „ein lautloses Sprachsystem zu entwickeln, das in der Lage ist, 100 Wörter pro Minute zu tippen – direkt aus dem Gehirn heraus und fünf Mal so schnell, wie man heute auf einem Smartphone tippt.“ Dabei gehe es „nicht um zufällige Gedanken“, beschwichtigt Facebook etwaige Kritiker, „sondern nur um jene ausgewählten, die bereits an das Sprachzentrum weitergeleitet wurden, um sie anderen mitzuteilen.“

Der Share-Button für die Gedankenübertragung wird aber noch auf sich warten lassen, wie Mark Zuckerberg in seinem Facebook-Post zu dem Projekt schreibt: „Technology is going to have to get a lot more advanced before we can share a pure thought or feeling, but this is a first step.“ Ob es sich auch um one giant leap for mankind handelt, ist wohl Ansichtssache.