Nichts mit Jobfalle Social Media? Personalern sind die Profile von Bewerbern meist schnuppe

07.04.2017 - Matthias Lotzin Nichts mit Jobfalle Social Media? Personalern sind die Profile von Bewerbern meist schnuppe

Was gab es da nicht alles für Gruselgeschichten: Facebook könne sich als Jobkiller erweisen, ein falsches Foto dort gepostet – und das war es mit der Bewerbung. Denn der Personaler von heute, der sei natürlich auch in den sozialen Netzwerken unterwegs und würde sich auf digitale Spurensuche begeben. Wer sich öffentlich in trunkenem oder anderweitig derangiertem Zustand zur Schau stelle, könne sich praktisch gleich direkt in die Agentur für Arbeit begeben.

Studie: Ausnahme und nicht die Regel

Eine aktuelle Studie kommt zu ganz anderen Ergebnissen. Die Beratungsfirmen Staufenbiel Institut und Kienbaum haben im Herbst 2016 knapp 300 Unternehmen mit weltweit mehr als 5,4 Millionen Mitarbeitern befragt, jetzt liegen die Ergebnisse der Online-Erhebung „JobTrends 2017“ vor.

Demnach checken gerade mal drei Prozent der Firmen immer, was sie bei Facebook über einen Bewerber herausfinden können. 29 Prozent geben an, das immerhin „in Einzelfällen“ zu tun. Dagegen sagen 68 Prozent der befragten Unternehmen, dass sie nie bei Facebook die Profile von Jobsuchenden kontrollieren.

Was Google angeht, sind die Werte schon etwas höher. Immerhin sechs Prozent der Firmen googeln Bewerber immer, weitere 49 Prozent in Einzelfällen. 46 Prozent verneinen, per Google Kandidaten unter die Lupe zu nehmen.

Einen Freifahrtschein für ungehemmtes öffentliches Posten bedeutet das aber nicht. Denn gibt’s einen Online-Check, kann das durchaus Konsequenzen haben. In 11,7 Prozent der Fälle soll das bereits zu einer Absage für den jeweiligen Jobsuchenden geführt haben.

Infografik: Online-Check bei Bewerbungen nicht die Regel | Statista