Chart Of The Week 4:
Der D21-Digital-Index –
Bericht zur digitalen Lage der Nation

23.01.2019 - Matthias Lotzin Chart Of The Week 4: <br>Der D21-Digital-Index – <br>Bericht zur digitalen Lage der Nation

Wie ist Deutschland digital aufgestellt? Der alljährliche D21-Digital-Index zeichnet das Lagebild zum Stand der Digitalisierung – diesmal mit den Schwerpunktthemen E-Health und Smart Home.

Erst 84 Prozent sind drin

Die Zahl der Nonliner schrumpft, noch immer aber machen 16 Prozent der deutschen Bevölkerung einen Bogen um das Internet. Hinzu kommen weitere 5 Prozent, die nahezu nie online sind. Das ist eines der zentralen Ergebnisse des D21-Digital-Index 2018/2019, für den knapp 20.500 Bundesbürger ab 14 Jahren befragt wurden. Zum Vergleich: In der Vorjahresstudie hatten 19 Prozent der Befragten angegeben, das Netz gar nicht zu nutzen. 6 Prozent bezeichneten sich als Minimal-Onliner.

Ein Verbesserung gibt’s auch beim Digitalisierungsgrad der Bevölkerung – der entsprechende Indexwert stieg von 53 im Vorjahreszeitraum auf 55. Verantwortlich dafür sind Zuwächse beim Zugang zum Internet und bei der Geräteausstattung sowie in der digitalen Kompetenz der Bürger: Der Anteil der sogenannten digitalen Vorreiter und der digital Mithaltenden ist gemäß Umfrage gestiegen, der Anteil der digital Abseitsstehenden dagegen gesunken.

WhatsApp ist der Deutschen Social-Liebling

In den sozialen Medien sind zwei Drittel der deutschen Bevölkerung aktiv. Die Nutzung hängt stark vom Alter ab: Fast alle unter 30-Jährigen mischen laut der Studie bei Social Media mit, im Schnitt bei drei Plattformen. Am weitesten verbreitet ist WhatsApp, die Karrierenetzwerke LinkedIn und Xing sowie Snapchat spielen auf die Gesamtbevölkerung betrachtet kaum eine Rolle. Ähnlich sieht es mit Twitter aus, das gerade einmal 8 Prozent der Befragten nutzen.

Bislang geringes Interesse an E-Health und Smart Home

Kommen wir zu den diesjährigen Schwerpunktthemen, Smart Home und E-Health. Die Umfrage bestätigt die sprichwörtliche Skepsis der Deutschen gegenüber technischen Neuerungen.

Digitale Gesundheitsanwendungen wie Apps zum Messen der Herzfrequenz und zur Schlafüberwachung sowie Schrittzähler haben erst 12 Prozent der Bürger genutzt. Weitere 33 Prozent können es sich zumindest vorstellen. Mit Telemedizin ist sogar erst 1 Prozent der Umfrageteilnehmer in Berührung gekommen, 27 Prozent sind offen bezüglich einer künftigen Nutzung.

Zurückhaltung herrscht auch beim Thema Smart Home. Am weitesten verbreitet sind Haushaltsroboter und intelligente Haushaltsgeräte, jeweils 6 Prozent der Studienteilnehmer haben solche Geräte bereits verwendet. Noch mauer sieht es bei Heizungs- und Beleuchtungsanlagen aus, die sich per App steuern lassen: Jeweils nur 3 Prozent der Bürger haben damit bereits Erfahrungen gesammelt. Gleiches gilt für das Connected Car, hier überrascht: Lediglich 22 Prozent der Befragten haben überhaupt Interesse an mit dem Internet verbundenen Autos.

Der komplette D21-Digital-Index 2018/2019 lässt sich hier kostenlos herunterladen.

Grafiken: Initiative D21 e.V.