Chart Of The Week 4:
Öde, nervig, ohne Nutzen –
vernichtendes Zeugnis für Onlinewerbung

24.01.2018 - Matthias Lotzin Chart Of The Week 4: <br>Öde, nervig, ohne Nutzen – <br>vernichtendes Zeugnis für Onlinewerbung

Wer sein Geld in klassische Onlinewerbung steckt, kann es gleich zum Fenster hinauswerfen: Die Deutschen finden Digitalreklame störend und nutzlos. Das Ergebnis belegt einmal mehr: An Content Marketing führt kein Weg vorbei!

Nützliche Internetwerbung? Fehlanzeige

Die arrivierten Medien haben ganz klar die Nase vorn: Werbung in TV, Zeitungen und Zeitschriften kommt vergleichsweise gut an – Onlinewerbung scheint dagegen die User eher zu verärgern als zum Kauf der beworbenen Produkte und Dienstleistungen zu animieren. Diesen Schluss legt zumindest eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts IMAS zur Akzeptanz von Werbung nahe.

Demnach empfinden 57 Prozent der Deutschen die klassische Werbung im Internet als nervig (sehr oder etwas). Als (sehr oder etwas) nützlich stufen aber nur 34 Prozent die Werbung ein, und lediglich 26 Prozent bezeichnen sie als (sehr oder etwas) unterhaltsam. Zum Vergleich: Fernsehwerbung nervt zwar noch mehr (66 Prozent), wird gleichzeitig aber von 69 Prozent als nützlich und 61 Prozent als unterhaltsam empfunden. Als besonders nützlich nehmen die Nutzer auch Werbung in Zeitungen und Zeitschriften (jeweils 63 Prozent) sowie Postwurfsendungen (56 Prozent) wahr.

Onlinewerbung führt das Ranking von unten an

Im Ranking der erfolgversprechendsten Werbemittel, das IMAS basierend auf der Umfrage erstellt hat, belegen denn auch Onlinewerbeformen die hintersten Plätze. Am schlechtesten schneiden Pop-ups ab, kaum besser Werbevideos, Reklame-Mails und Bannerwerbung. Die Erhebung bestätigt vorherige Umfragen und zeigt einmal mehr: Konventionelle Werbung im Internet hat wenig bis keinen Nutzen. Wer Brand Awareness steigern und Markenloyalität steigern möchte, erreicht mit ihr eher das Gegenteil. Wer dagegen mit spannendem Content Marketing auf sich und seine Marke aufmerksam macht, wer die Bedürfnisse der User befriedigt und ihnen echten Mehrwert statt platter Werbung serviert, punktet im Netz.

Grafiken: IMAS